| Bergtour Stauberenfirst, 1746m |
| Datum: | 13.06.2011 |
| Region: | Schweiz |
| Höhenmeter: | 1400 |
| Tourengänger: | Christian, Gerhard |
| Routenbeschreibung: | Von Sennwald erst auf dem Güterweg Richtung Rüti und alten verwachsenen Pfadspuren links des Schindlerenbaches bis unter den Schwarz Chnorren. Hier traversieren wir im freien, steilen Gelände zur Eidenen Alpe. Von hier aus steigen wir zum Gratkamm empor. Da leider der Hohe Kasten bereits in Wolken und schon der herannahnde Regen ersichtlich war entschlossen wir uns zu einer Zieländerung. Der Stauberenfirst kam uns schnell als perfekte Alternative. Denn vom Gasthaus Stauberen bringt uns die kleine Gondelbahn wieder ins Tal. |
| Angetroffene Verhältnisse: | Der alte, verwachsene Pfad ist teilweise nur schwer zu erkennen, öfters über Steilwiesen rauf und querend, welche bei der Nässe mit erhöter Vorsicht zu bewältigen waren, auch der Gipfelkamm scheint nicht recht häufig begangen zu sein. |

Nachdem wir uns Spätnachmittags ohne konkretes Ziel auf den Weg Richtung Schweiz aufmachten, entschieden
wir uns die von der Autobahn entdeckte Alpe unterhalb des Hohen Kastens zu erwandern

Nach dem Motto "wo eine Alpe, da auch ein Weg" starteten wir unsere Tour von einem Ortsteil von Sennwald

Bei einer kleinen Brücke folgten wir einem links des Baches führenden, unbeschilderten und nicht markierten Pfad

Durch dichtes Buschwerk...

...führt der Pfad schon zu Beginn recht steil hinauf

Immer wieder verschwand jedoch unser Pfad unterhalb der dichten Bepflanzung

Phasenweise war dann überhaupt kein Pfad mehr zu erkennen und wir folgten der logischen Route

Die Route führte jedenfalls immer links des Schindlerenbaches hinauf

Eine der wenigen lichten Stellen, hier gings jedoch gleich wieder rechts in den Wald hinein

Am Schluss war dann endgültig Schluss mit der Wegfindung, und wir stiegen querfeldein den Wald empor

Und siehe da, wir gelangten auf einen Forstweg, der uns jedoch auch nicht viel weiter brachte

In alter Waldläufertradition verließen wir diesen umgehend wieder...

...und gelangten auf einen bewaldeten Grat

Weiter oben endete dieser dann in Steilwiesen...

...welche jedoch endlich den Blick hinab ins Rheintal öffneten

Der Ausblick wurde jedoch getrübt von der herannahenden Regenfront

Im Süden zeigte sich teilweise noch blauer Himmel

Wie wir dann bald feststellen mussten, hatten wir unsere beiden Spontanziele ein wenig verfehlt

Nachdem ein Felsklotz den weiteren Aufstieg zum Grat versperrte...

...machten wir uns mühsam durch Steilgras, Wald und Bachrinnen hinüber zur Alpe

Schlussendlich hatten wir dann doch unser erstes Etappenziel erreicht

An den verwunderten Blicken der Älpler vorbei machten wir uns auf den Weg zum Gipfelgrat

Nachdem wir die Route nicht mehr zurück absteigen wollten,
ließen wir den Hohen Kasten rechts liegen und machten uns auf den Weg Richtung Staubernbahn

Das Wetter zog auch immer mehr zu und bald fing es dann auch an zu regnen

Über diese Alpe erreichten wir schlussendlich den Gipfelgrat

Die beeindruckende Wolkenstimmung entschädigte dann den mühevollen Aufstieg,
jetzt hofften wir nur noch, auch auf dem Grat hinüber zur Staubernbahn zu gelangen

Blick zurück zum Hohen Kasten, der immer wieder von Wolken eingehüllt wurde

Über diese Steilwiese, hinab zur "Heierli Nadel", gelangten wir schließlich auf den rettenden Pfad Richtung Staubern

Das wäre mal geschafft

Beeindruckende Felsabbrüche unterhalb unserer Abstiegsroute

Bei diesem Bänklein war dann die erste Stärkung fällig

Der weitere Gratverlauf bot dann keine Schwierigkeiten mehr

Die Hoffnung beruhten jetzt darauf, dass die Staubernbahn noch lief und unsere Euros ausreichten

Und obwohl es bereits 20:00 Uhr war, fuhr die Bahn noch, und unsere Euros reichten sogar noch für ein redlich verdientes Bier

Ein Königreich für diese Gondel, denn nach dem mühevollen Aufstieg über 1400hm
hatten unsere Beine keine Lust mehr das ganze wieder abzusteigen

Zum Schluss erwartete uns jedoch noch einen halbstündiger Fussmarsch zu unserem Ausgangspunkt, den wir aber gerne in Kauf nahmen

Letzte Meter zu unserem Ausgangspunkt, ein kleiner Parkplatz am Ende dieser Strasse in der Nähe des Waldrandes.