| Skitour Stelli, 2.052m |
| Datum: | 27.11.2025 |
| Region: | Schweiz, Graubünden |
| Höhenmeter: | 1.500m |
| Tourengänger: | Gerhard und Michael |
| Routenbeschreibung: | Am Ortsende von Untervaz gibt es einen kleinen, gebührenpflichtigen Parkplatz (Achtung nur mit Easy-Parking zahlbar), von dem es zuerst über die Rodelbahn und in Folge über einen Güterweg links abzweigt bis man zu dem ersten freien Hang gelangt, den man rechts zu einem schmalen Waldgürtel empor steigt. Schon ist man in den offenen Schneehängen und passiert zahlreiche kleiner Hütten zum breiten Kamm. Vorbei an den hohen Schneezäunen zum höchsten Punkt, welcher durch ein kleines Gipfelkreuz markiert ist. Abfahrt wie Aufstieg. |

Getreu dem Motto „Wer wagt, gewinnt“ machten wir uns auf den Weg nach Untervaz, um mit den Skiern die Stelli zu besteigen

Zu Beginn lief unser Plan allerdings nicht wie erhofft,
da es in Graubünden offenbar weniger weit hinunter geschneit hatte als bei uns

Kurzfristig keimte dann doch etwas Hoffnung auf...

...doch schon bald mussten wir die Ski wieder schultern

Auf Höhe Pajols konnte es dann endlich losgehen


Die Schneelage war anfangs noch recht dünn und ohne festen Untergrund, aber gerade ausreichend

Aufgrund der anfänglichen Tragestrecke waren wir heute von Beginn bis zum Ende ganz alleine unterwegs

Während wir anfangs noch selbst spuren mussten, erleichterte uns weiter oben eine breite Abfahrtsspur,
zu der sich später auch eine Aufstiegsspur fand, den weiteren Aufstieg

Die Tour führt über wunderschöne Wiesenhänge sanft empor und passiert dabei zahlreiche Hütten und Ferienhäuser.
Dank des Geländes ist sie bei richtiger Spurwahl recht lawinensicher

Auf Höhe der weiten Hänge von Oberberge unterhalb der Alphütten Salaz durchstießen wir endlich die lästige Hochnebeldecke

Die ersten Hütten tauchen aus dem Nebel hervor

Über den langgezogenen Rücken von Salaz gehts weiter zum Gipfel, der hier bereits durch die Nebelschwaden erkennbar ist

Gegenüber im Taminatal erheben sich die Hochalpen des Vättnerbergs, eine wunderschöne Bergterrasse am Fusse des Monte Lunas

Inmitten einer zauberhaften Winterlandschaft folgen wir der Spur unseres Vorgängers

Den lästigen Hochnebel haben wir nun endlich hinter uns gelassen und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen

Die leider viel zu schnell wieder steigenden Temperaturen lassen es den Tännchen bald wieder warm werden

Ziel rückt näher

Triebschneezäune verhindern am windexponierten Grat Schneeablagerungen, sodass keine Schneemassen ins Taminatal abbrechen

Auch die letzten Meter zum Gipfel sind, wie die ganze Tour, technisch problemlos

Etwas Kondition sollte man jedoch mitbringen, denn mit rund 1500 Höhenmetern ist die Tour recht lang

Nach ca. vier Stunden Aufstieg haben wir unser Ziel erreicht

Tief unten die Ortschaft Vättis, welche mit den Berggipfeln Sardona und Ringelspitz
Teil des UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona ist

Trotz seiner unspektakulären Form überzeugt die 2.053 Meter hohe Stelli mit einer überraschend weiten Rundsicht

Leider hielt der frühe Winterzauber nicht lange an

Nordöstlich unseres Standpunktes offenbaren sich die Granden des Rätikon: die markanten Drei Türme und die mächtige Sulzfluh

Auch die Schesaplana setzt sich mit ihrem verlockenden Gipfelhang eindrücklich in Szene

Die Abfahrt über den flachen Gipfelhang der Stelli fiel eher unspektakulär aus

Ab den Hängen von Oberberge nahm die Abfahrt deutlich an Reiz und Schwung zu

Für den Saisonanfang kann man wirklich nicht schimpfen

Platz gab es jedenfalls mehr als genug, zumal außer uns niemand unterwegs war

Abschnittsweise fehlte natürlich noch etwas Unterlage, doch der Gras- und Steinkontakt hielt sich in Grenzen

Downhill durch schöne Mulden

Letzte Schwünge hinab

Der letzte Hang verlangte eine defensive Fahrweise, danach ging es zu Fuß den Forstweg hinab zum Ausgangspunkt